Gesundheit

Essen und Trinken

Leitungswasser ist für den menschlichen Konsum nicht geeignet. Trinke immer Wasser aus der Flasche. In kleinen Restaurants nimmt man besser kein Obst oder Salat zu sich, dass schon zubereitet ist. In den Städten isst du am besten in gutbesuchten Restaurants. Bitte esse kein Eis, außer in teuren Restaurants. Säubere deine Hände gründlich, bevor du isst. Auch, wenn du nur einen kleinen Snack zu dir nimmst.

Durchfall

Durchfall ist nach Sonnenbrand das häufigste Gesundheitsproblem auf Reisen. Reisende werden häufig auf ihrer Reise für ein paar Tage getroffen. In den meisten Fällen ist dies ein völlig harmloses Phänomen, das durch die Nahrungsumstellung, die Hitze oder harmlose Bakterien auftritt. Meist weiß sich der Körper selbst zu helfen. Das größte Risiko ist Dehydration, vor allem bei Kindern. Um dem vorzusorgen, kann man eine Lösung aus Wasser und ORS (Oral Rehydration Solution) trinken. Man bekommt sie in den meisten Apotheken und sie enthalten alle Mineralien und Zucker, die man bei Durchfall verliert. Anstatt den ORS kann man auch Kohlensäuren- freie Erfrischungsgetränke und sehr salzige Brühe zu sich nehmen. Wenn der Durchfall von hohem Fieber und/oder blutigem Stuhl begleitet wird, sollte man einen Arzt aufsuchen. Wenn der Durchfall ohne die obengenannten Symptome mehr als ein paar Tage auftritt oder du reisen musst, kannst du Imodium (oder Diacure) einnehmen. Dies ist ein starkes Medikament, das Darmbewegungen für ein paar Stunden verhindert.

Reiseapotheke

Eine gute Reiseapotheke enthält: Pflaster, Verbände, Watte, eine Schere, ein Thermometer, Jod, Schmerzmittel, Malariatabletten, Oral Rehydration Solution-Beutel, Imodium, Sonnencreme, Ohrenstöpsel, Pinzetten, Antimückenzeug und eine Antijuckcreme- oder Lotion. Wenn du regelmäßig verschriebene Medikamente einnimmst, solltest du eine genaue Beschreibung der Medizin auf Englisch dabei haben (keine Markennamen, nur die Inhaltstoffe, Zusammensetzung und Dosierung). Nimm den doppelten Vorrat deiner Reisedauer mit und bewahre ihn an zwei unterschiedlichen Orten auf. So hast du immer einen Ersatz.

Impfungen

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 12. Lebensmonat bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet (siehe www.who.int) gefordert.

Bei der direkten Einreise aus Deutschland wird kein Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt. Für Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieberinfektionsgebiete Ecuadors, insbesondere die östlichen Landesteile (Orellana, Morona, Napo, Pastaza, Sucumbíos und Zamora) wird allen Reisenden ab dem vollendeten 12. Lebensmonat eine Impfung dringend empfohlen.

Kein Übertragungsrisiko besteht in Quito, Guayaquil und auf den Galapagos Inseln.

Aus Ecuador kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden (z. B. bei Weiterreise nach Costa Rica).

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps-Masern-Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt sowie bei besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut Japanische Enzephalitis und Typhus empfohlen.

Am besten suchst du einen Reisemediziner auf und lässt eine Impfberatung machen.

Malaria

Ein mittleres Risiko besteht im östlichen Tiefland Ecuadors, insbesondere in den wasserreichen Gebieten. Ein geringes Risiko besteht im übrigen Tiefland, im Osten des Amazonasgebietes, sowie in den westlichen Tieflandgebieten (v. a. Esmeraldas). Kein Risiko besteht in Höhenlagen (oberhalb 1500m), in den Städten und auf den Galapagos-Inseln.

In den benannten Risikogebieten wird die Mitnahme von einem Notfallmedikament empfohlen. Hierzu konsultierst du am besten deinen Arzt.

Eine Expositionsprophylaxe (z.B. Moskitonetz und Hautschutz) sollte in gefährdeten Gebieten immer durchgeführt werden!

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber wird landesweit durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Eine Impfung oder Prophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Vorsorge (Schutz vor Mückenstichen durch entsprechende Kleidung und Hautschutz) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahme.

Leishmaniose

Die kutane und mukokutane Form kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).

Zika-Virus-Infektion

In Ecuador wird aktuell eine Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung. Das Auswärtige Amt und die WHO empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die in naher Zukunft schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen.

Medizinische Versorgung

Das medizinische Versorgungsangebot n Ecuador ist in den größeren Städten im privaten Sektor in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Der öffentliche Sektor ist jedoch hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen überwiegend defizitär strukturiert.

Die Kosten für eine medizinische Behandlung (prinzipiell auch bei Notfällen) sowie für Medikamente müssen in der Regel vor Ort sofort in bar oder per Kreditkartenzahlung beglichen werden. Im Fall akut lebensbedrohlicher Krankheitsbilder oder Unfallverletzungen sind auch Privatkliniken zur Behandlung verpflichtet, verlangen aber die vollständige Begleichung der Rechnung vor der Entlassung. 

Ab dem 22. Juli 2018 ist der Nachweis einer weltweit gültigen Krankenversicherung und einer zuverlässigen Reiserückholversicherung bei der Einreise verpflichtend.

Bitte beachte:

Die o.g. Informationen dienen für einen Überblick zur Vorbereitung auf deine Reise und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die medizinischen Aspekte einer Reise sind immer abhängig vom individuellen Gesundheitszustand. Für die Einreise aus anderen Ländern als Deutschland können abweichende Regelungen gelten.

Die o.g. Informationen können niemals alle medizinischen Eventualitäten abdecken und ersetzen keine Beratung durch einen Arzt bzw. Reisemediziner.

Weiterführende Informationen:

https://www.auswaertiges-amt.de/de/ecuadorsicherheit/223232#content_5


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