Essen und Getränke in Indien

Das Essverhalten in Indien unterscheidet sich sehr von dem in Europa und das Anpassen fällt manchmal schwer. Die Menschen sitzen normalerweise auf dem Boden und essen mit ihrer rechten Hand von einem Edelstahlteller. Vor der Mahlzeit werden Hände und Gesicht gewaschen. Frühstücken oder Tee- und Kaffeetrinken vor dem Zähneputzen gilt als unrein. Während dem Essen wird Wasser getrunken. Wenn du einen Kaffee ohne weitere Instruktionen bestellst, wird er nach der Mahlzeit serviert. Konversation betreibt man vor dem Essen; während dessen wird sehr wenig gesprochen. Wenn du zum Essen eingeladen wirst, unterhältst du dich davor, aber verlässt nach der Mahlzeit das Haus. Daher wird in Indien erst sehr spät gegessen. In vielen teilen des Landes essen die Frauen und Kinder getrennt und erst, nachdem die Männer fertig sind. Gäste sind meist die Einzigen, die essen. Die Gastgeber konzentrieren sich auf das Bedienen. Dies ist ein Zeichen der Höflichkeit. Inder essen drei warme Mahlzeiten am Tag.

Viele Inder sind aus religiösen oder moralischen Gründen Vegetarier. Sogar Eier werden oft vermieden. In der Vergangenheit war das indische Essen auf Fisch beschränkt. Fleisch kam erst durch die Moguls und Europäer auf den Speiseplan. Der Fleischanteil in indischen Curries ist relativ gering, wenn man ihn mit Europa vergleicht. Wir können dir die Fleischgerichte Tandoori und Tikka empfehlen.

Frühstück: Cornflakes, Toast, Marmelade, Butter und Eier sind Standard in Hotels und Restaurants. Inder essen „idlis“ (Reiskuchen), „dosas (Pfannekuchen), „puri badji“ (frittiertes Brot mit Gemüse) oder verschiedene Arten von Brot mit Quark.

Mittag- und Abendessen: Es gibt regionale Unterschiede, aber in den großen Städten findest du Restaurants, die eine große Vielfalt von Gerichte anbieten, auch wenn dies für Westerlinge erst schwer zu erkennen ist. Indische Mahlzeiten bestehen aus Reis und verschiedenen Broten, mit Curry und „dal“. Curry ist der Name aller vegetarischen, Fisch- und Fleischgerichte, die mit den komplexesten Gewürzkombinationen der Welt zubereitet werden (bis zu 25 verschiedene Gewürze pro Mahlzeit). Dal ist der Name der Linsengerichte, die eine wichtige Proteinquelle darstellen. Außer indischer Küche bekommt man in den größeren Städten auch westliches und chinesisches Essen. Die Versuche, westliches Essen zu „kopieren“, haben meist wenig Erfolg. Ein Grund, warum Touristen Probleme mit der indischen Küche haben, ist, dass sie oft zu viel Curry in Relation zu Brot und Reis essen. Curries sind oft scharf und ölig und sollten nur in kleinen Mengen gegessen werden (als „Brotbelag“ oder zum Reis).

Snacks: Außer den Mahlzeiten gibt es auch Snacks. Arme Inder knabbern oft Puffreis, getrocknete Kichererbsen oder Erdnüsse. „Belpuri“ ist ein beliebter Snack in und um Bombay. Es wird aus Linsen, knusprigen Suppennudeln, Tomaten, Zwiebeln und frischem Koriander hergestellt. Für ein paar Rupien kannst du eine kleine Portion kaufen. Außerdem gibt es verschiedene frittierte Snacks, die alle vegetarisch sind. Nur in den teureren Restaurants werden diese Snacks mit einer Fleischfüllung hergestellt. Sie haben Namen wie „Pakoras“, frittierte Bällchen mit Kartoffelstärke, „Samosas“, kleine Backwaren mit einer Kartoffel- und Gemüsefüllung und „Cutlets“, panierte und frittierte Snacks mit verschiedenen vegetarischen Füllungen.

Leitungswasser

Das Leitungswasser ist für den Konsum ungeeignet. Am besten du kaufst dir Wasserflachen. Mineralwasser ist relativ teuer. Daher werden Wasserflaschen manchmal mit Leitungswasser gefüllt. Checke daher immer das Siegel. Nur in guten Restaurants werden die Eiswürfel aus gutem Wasser hergestellt.

Andere Getränke

Bei einer Temperatur von 30°Celsius oder mehr steigt der Wasserverbrauch unseres Körpers stark an. Wenn wir uns anstrengen, kann dieser auf bis zu 5 Liter am Tag steigen. Ein Teil davon wird durch das Essen aufgenommen, der Rest muss getrunken werden. Durch Schwitzen verliert der Körper auch wichtige Salze, die man wieder zuführen muss. Bei Hitze solltest du es dir angewöhnen, als Vorspeise eine Suppe zu essen. Chai- Tee oder schwarzer Tee ist Indiens Nationalgetränk. Es wird immer mit viel Milch und Zucker serviert. Wenn du es anders möchtest, besuchst du am besten ein gutes Hotel. Dasselbe gilt für Kaffee. Limonaden sind mittlerweile überall in Indien erhältlich. Die lokalen Varianten sind noch süßer als wir es gewöhnt sind. Eine erfrischende Alternative ist ein Getränk, dass sich ‚fresh-lime soda“ nennt: Mineralwasser mit frischem Zitronensaft. Du kannst es gesüßt, gesalzen oder Natur bestellen. Das Gleiche gilt für ein anderes leckeres Getränk, Lassi, was sich mit Buttermilch vergleichen lässt. Lassi kann schädliche Bakterien beinhalten, daher bestellst du es am besten nur in guten Restaurants. Eistee und Eiskaffee sind auch sehr lecker, letzteres kann mit einem Bällchen Vanille- Eis serviert werden. Außerdem gibt es Fruchtsäfte, z.B. Orange, Mango, Traube, Papaya und Ananas. Mango- und Ananassaft sind manchmal schwer bekömmlich, daher sollte man hiervon immer nur wenig trinken. Du kannst auch eine Kokosnuss kaufen, sie öffnen lassen und die Milch trinken.

Alkohol

Bier bekommt man fast überall, auch wenn kleinere Hotels es offiziell nicht dürfen. In diesem Fall bekommt man es nur durch den Zimmerservice. Es wird meist in kleinen Flaschen verkauft, obwohl mehr und mehr große Hotels auch Bier vom Fass anbieten. Die besten Marken sind Kingfisher, Black Label und Pelican. Bier ist relativ teuer und variiert von 35 Rupien in einem Geschäft bis hin zu 100 Rupien in den großen Hotels. Spirituosen bekommt man in Bars und Weinshops und sind normalerweise billige Imitationen von Whisky, Gin und Rum. Weinliebhaber sollten sich ein paar Flaschen von zuhause mitbringen, da er in Indien schwierig zu bekommen ist.

Restaurants und andere Essensmöglichkeiten

In jedem indischen Dorf findest du ein kleines Restaurant mit leckerem Essen. Die von den Indern besuchten Restaurants sind sehr günstig. Manchmal bezahlt man nicht mehr als 40 Cent. Nicht jeder fühlt sich dort wohl, da Hygiene dort keine hohe Priorität hat. In der Praxis ist es meistens nicht so schlimm, wenn viele Leute dort essen. Manch westlicher Appetit wird jedoch durch das Dekor dort gedämpft. In den Touristenhotels serviert man indisches Essen, dass mehr auf fremde Gaumen abgestimmt ist. Das beste Essen wird in den Küchen der lokalen Familien zubereitet. Wenn du das Glück hast, von einem Einheimischen eingeladen zu werden, solltest du diese unbedingt annehmen.

Früchte

Eine von Indiens größten Attraktionen ist sicher die Auswahl an exotischen Früchten. Man bekommt sie in allen Farben, Formen und Größen. Sie stechen einander aus, was den Geschmack angeht. Ein paar der köstlichsten Früchte sind Mango, Rambutan, Papaya, Ananas, „royal coconut“, Sauerklee, Jackfrucht, Mangostene, Durian und verschiedene Arten von Bananen.

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