Landschaft

Rajasthan

Ein exotischer Staat, der an etwas aus einem Märchen erinnert. Die Landschaft wird charakterisiert von endloser Wüste, durchsetzt mit Karawanen, Kamelen, Festungsstädten und großen, luxuriösen Palästen, in denen einst die Rajput- Prinzen gelebt haben. Viele dieser Paläste sind wahre Architektur- Meisterstücke. Da der Unterhalt sehr teuer ist, wurden viele in Museum umgewandelt, um zusätzliches Einkommen zu generieren.  

Rajasthan ist 342.239 km² (1,5x so groß wie Großbritannien) und das zweitgrößte Bundesland in Indien hinter Madhya Pradesh. Zwei Drittel dieser Gegend werden von der Thar- Wüste eingenommen, die bis nach Pakistan reicht und an seiner Ostseite an die Aravalli Bergkette grenzt. Dies ist die älteste Bergkette in Indien und teilt Rajasthan diagonal in Nordost und Südwest.  Östlich der Aravalli ist Land grüner und fruchtbarer, während die Thar Wüste trocken und unwirtlich ist.

Tamil Nadu

Die Tamilen sehen ihr Land als heilig und von den Göttern auserwählt an. Es gibt überall Tempel und die Anwesenheit von Shiva, Vishnu, Murugan, Ganesha und vielen anderen Gottheiten segnen das Land. Hier und da haben sich die Tempel über Jahrhunderte weg zu riesigen Komplexen entwickelt. „Wo es keinen Tempel gibt, sollte man nicht leben“, sagt ein bekanntes Sprichwort der Tamilen. Die tamilische Sprache fließt wie „süßer Honig“, in den Augen der Einheimischen, und ist eine der ältesten dravidianischen Sprachen. Dichter der Vergangenheit schrieben Lieder, die heute noch täglich in den Häusern der Götter gesungen werden. 
Tamil Nadu ist der „anti-indoeuropäischste“ und „Anti-Nordindien“ aller südlichen Staaten. Dies hat in der Vergangenheit mehrfach zu Regionalismus geführt, manchmal sogar in militanter Form. Nirgendwo in Indien ist der Wiederstand gegen Hindi als Nationalsprache so heftig wie in Tamil Nadu. 
Zusammen mit Orissa ist Tamil Nadu eine der Hindu- Regionen in Indien. Der Islam kam erst spät in diese Gegend und so konnte sich der Hinduismus relativ ungestört entwickeln. Die meisten Hindus in Tamil Nadu folgen einer Art des Hinduismus der „bhakti“ genannt werden kann. Darunter versteht man eine Form der Gottesliebe, die mit der im Kult gepflegten Hingabe an einen personalen Gott verbunden ist. Diese Frömmigkeit entspringt manchmal aus Angst, ist aber meistens durch Zuneigung und Gefühl charakterisiert. Die Gottheit gewährt seinen Segen, um seine irdischen Wesen zu unterstützen. Tamil Nadu hat der Welt einige sehr spezielle Kunstformen geschenkt. Darunter fällt die Bharata Natyam Tanztradition. Die Tradition hat mittlerweile die Tempel verlassen und erreicht jetzt ein großes Publikum, sogar außerhalb von Indien. Ein weiteres Beispiel ist die südindische Kunst des Bronzegießens, das seinen Höhepunkt in der dynamischen Pose des tanzenden Shivas Ausdruck fand, die den französischen Bildhauer Rodin sehr beeindruckt hat.

Kerala

Dieser kleine Staat liegt an der Westküste der Nilgiri, Südindiens Bergkette am Meer. Die Kombination von zwei nassen Monsuns und den Regenwolken, die an den Bergen hängen bleiben, machen Kerala zu einem der grünsten Gegenden Südindiens. Der hohe Niederschlag und die Fruchtbarkeit des Bodens erlauben intensive Landwirtschaft. Drei Reisernten pro Jahr sind nicht unbekannt. Die Diät der Bevölkerung besteht zu einem Viertel aus Reis in den verschiedensten Varianten. Auch Kokosnuss wird viel gegessen. Der hohe landwirtschaftliche Output könnte die hohe Bevölkerungsdichte dieses Staates erklären. In den Küstenregionen hat man große Städte mit kleinen Bungalows in großen Gärten gebaut. Diese wechseln sich mit Reisfeldern und Kokosnussplantagen ab. Jeder Garten wird landwirtschaftlich bewirtet. Eine Besonderheit sind die „backwaters“, ein System von Kanälen, Flüssen und Inseln direkt hinter der Küsten wo Menschen direkt am und auf dem Wasser leben. Die Hügel und Berge bieten eine andere Perspektive. Hier wechselt sich dichter Dschungel mit Gummi- und Gewürzplantagen, in den Bergen mit Tee- und Kaffeeplantagen ab. Große Gebiete wurden abgeholzt. Die Regierung versucht der Erosion entgegenzuwirken, in dem sie den Anbau von Eukalyptus- und Agave- Plantagen ermutigt.  
Kerala ist ein Land der Gegensätze. Es ist eine gut entwickelte Region und der Staat kann stolz darauf sein, dass der Analphabetismus in Kerala die niedrigste im Land ist. Die Geburtenkontrolle liegt auf westeuropäischen Niveau und es gibt hier keine erschreckende Armut, wie man sie aus anderen Regionen Indiens kennt. Diese Situation ist zum Großteil der mächtigen kommunistischen Bewegung zu zuschreiben, die seit Indiens Unabhängigkeit eine der stärksten politischen Parteien ist. Gleichzeitig ist Kerala jedoch auch das Zuhause der konservativsten Institute der Hindu- Gesellschaft.
Kerala ist wichtig für die traditionelle ayurvedische Medizin. Nirgendwo in Indien ist diese Wissenschaft so authentisch erhalten geblieben wie hier und halten die Menschen so stark an dieser Tradition fest. Trotz der kommunistischen Sympathien der Menschen findet man hier die „Unsichtbaren“, eine kastenlose Gruppe, die noch unter den „Unberührbaren“ steht. Diese Menschen sind so geschändet, dass sie sich nur bei Nacht auf die Straße trauen
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