Hintergrundinformationen

Laut Archäologen haben Kubas erste Bewohner den Weg über den Ozean im Kanu angetreten. Als Kolumbus 1492 anlandete, war er davon überzeugt, den östlichen Punkt von Asien (Las Indias) entdeckt zu haben. Diese Miskalkulation erklärt, warum die Karibik unter dem Namen 'West Indies' bekannt wurde und ihre Einwohner den Namen 'Los Indios' oder Indianer bekamen. Erst 1509, drei Jahre nach dem Tod von Kolumbus, entdeckte man, dass Kuba eine Insel war. Mit der Ankunft von Kolumbus begann die lange Zeit der spanischen Herrschaft, die bis 1898 dauerte. Nach einem langen Unabhängigkeit- Kampf griffen die USA im April desselben Jahres ein und schlugen die spanischen Truppen nach einem dreimonatigen Kampf.

Eine amerikanische Militärverwaltung nahm den Platz der spanischen Monarchie ein, was nicht im Sinne der Kubaner war, als sie die USA um Hilfe fragten. 1901 wurde ein Zusatzartikel zur Verfassung beschlossen, durch den die USA das Monopol auf Zuckerrohr und die Zigarrenindustrie bekam und Kuba Land für militärische Zwecke an die USA abtreten mussten. Der letzte Präsident dieser Pseudo- Republik, wie die Kubaner die Zeit zwischen 1902 und 1959 nennen, war Fulgencio Batista. Er putschte sich 1934 an die Macht und herrschte als wahrer Tyrann. Amerikanische Firmen besaßen die fast vollständige Macht über die Wirtschaft. Die einzigen Kubaner, die davon profitierten, waren Batista und seine Familie. Während die Menschen unter Arbeitslosigkeit und Mangelernährung litten, wurde Havanna zu einem ‘Freudenhaus Amerikas', das Gangster und Kasinos anzog.

Zu diesem Zeitpunkt tauchte ein junger Anwalt namens Fidel Castro auf, um dem Kampf für vollständige Unabhängigkeit neues Leben einzuhauchen. Nach einem fehlgeschlagenen bewaffneten Raubüberfall auf die Moncada- Baracken bei Santiago de Cuba wurden er und seine Mitstreiter vor Gericht gestellt und verurteilt. Durch eine Amnestie im Jahre 1955 kamen sie frei, reisten sie nach Mexiko, um sich dort für die Revolution zu organisieren und zu trainieren. Zusammen mit seinem Bruder Raul und dem jungen argentinischen Doktor Ernesto 'Che' Guevara, den er in Mexiko traf, scharrte er eine Gruppe von 80 Männern um sich. Diese erreichten Kuba am 2. Dezember 1956 in einem kleinen Boot namens Granma.

Nach 2 Jahren heftiger Kämpfe in der Sierra Maestra, nahm Guevaras Gruppe an Weihnachten 1958 die Stadt Santa Clara ein. Batista floh daraufhin an Silvester nach Santo Domingo und am 8. Januar 1959 zogen die erfolgreichen Guerrillos unter Castros Führung in Havanna ein. Die Beziehungen mit den USA verschlechterten sich schnell. Sie stoppten den Kauf von Zuckerrohr und forderten ein Embargo. Schon bald war die Sowjetunion der größte Export- Abnehmer.

1961 erklärte Castro seine Revolution zu einer sozialistischen, nachdem er alle Beziehungen zu den USA gekappt hatte und dadurch noch mehr in die Arme der Sowjetunion getrieben wurde. Nach der Schweinebuch- Invasion wurden die Bande mit der Sowjetunion weiter gestärkt. Russische Raketen, die auf die USA ausgerichtet waren, wurden in der Provinz Pinar del Rio stationiert. Ein Atomkrieg konnte nur im allerletzten Moment abgewendet werden. Es dauerte bis 1975, dass sich die frostige Beziehung von Kuba und der US etwas entspannte. 1977 und 1979 war es Amerikanern und Kuba- Amerikanern erlaubt, nach Kuba einzureisen. 1980 emigrierten viele Kubaner nach Amerika. Man beschloss damals, dass es 20.000 Kubanern pro Jahr erlaubt werden sollte, in die USA zu immigrieren. 1990 begann die Ökonomie zu kollabieren. Der politische Wandel in Osteuropa hatte einen schweren Einfluss auf Kuba und es kam zu extremen Engpässen. In letzter Zeit ist die Politik liberaler geworden und die Beziehungen mit den USA haben sich weiter verbessert. Privatunternehmen sind im Land erlaubt, Kubaner dürfen Dollar besitzen und sogar in so genannten ‘Dollar Shops’ einkaufen.

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