Religion

Wenn du durch Myanmar reist, wirst du auf jeden Fall mit dem Buddhismus in Kontakt kommen. Überall siehst du Mönche, Nonnen und Pagoden. Ungefähr 85% der Bevölkerung sind Anhänger des Theravada-Buddhismus. Der Buddhismus ist keine Religion im strengen Sinne. Die Buddhisten folgen der Lehre des Siddhartha Gautama - ein Prinz und spiritueller Lehrer des indischen Subkontinentes.

Wie der Hinduismus behauptet auch Buddha, dass alles, was lebt, in einem ewigen Kreis von Schöpfung und Verfall existiert. Im Prinzip kann diesem Schicksal nichts entkommen: nicht die Götter, nicht das Universum oder die Menschen. Buddha jedoch schaffte es, aus diesem ewigen Kreis der Wiedergeburt auszubrechen. Seine Lehren zeigen, wie man in seinen Fußstapfen treten und das Nirwana erreichen kann: einen Zustand von zeitloser Ruhe und Einheit mit allem. Die vier Weisheiten sind von entscheidender Bedeutung: 1) Leben heißt Leiden. 2) Dieses Leiden ist eine Konsequenz unserer Begierde. 3) Durch das Entfernen dieser Begierde kann der Mensch das Leiden beenden. 4) Dies erreicht man durch das Folgen des ‘richtigen Weges’. Der richtige Kurs besteht aus einem achtfachen Pfad, einem System aus Denkweisen und Aktionen, der zur Verbesserung des Karmas beiträgt. Wenn es dir gelingt, dein Karma durch den richtigen Weg zu verbessern, wirst du in einer pureren Form wiedergeboren. Am Ende erreichst du ‚Bodhisattwa‘, einen Zustand, in dem du nichts als Glück für alle anderen ersehnst.  Anschließend löst du dich ins Nirwana auf, einem Zustand der Erleuchtung, in dem du realisierst, dass alles Existierende eine Illusion ist und ein Trugbild der unzertrennbaren Einheit, die darin ruht.

Die meisten burmesischen Buddhisten versuchen nicht, das Nirwana zu erreichen. Sie denken, dass dies nur Mönchen vorbehalten ist. In dem sie Gutes tun, versuchen sie den Kreis der Wiedergeburt positiv zu beeinflussen. Vielleicht bauen sie einen Tempel, versorgen Bettelmönche, helfen einem Sangha (Mönchsorden) oder gehen (kurzzeitig) in ein Kloster.

Der Buddhismus spielt im burmesischen Alltag eine große Rolle. Dies wird während der religiösen Feiertage und Festivals deutlich, die meist bei Vollmond stattfinden. Egal, ob arm oder reich, jeder hilft den Bettelmönchen beim Reissammeln, man besucht regelmäßig die Pagoden und hat in seinem Haus einen Altar, um Buddha oder die ‚Nats‘ (Geister) zu verehren. Von burmesischen Männern wird erwartet, dass sie sich mindestens zweimal im Leben für eine gewisse Zeit ins Kloster begeben. Das erste Mal sind ein paar Wochen als ein ‚samanera‘ (oder Novize) im Alter zwischen 5 und 15. Wenn sie erwachsen sind, kehren sie für mindestens 3 Monate als vollständig geweihter Mönch (hpongyi) zurück. In Myanmar gibt es auch eine Vielzahl Frauen, die sich für ein Leben im Kloster entschieden haben. Diese Nonnen (Dasasila) rasieren ihre Köpfe und tragen rosane Kleidung.
Der Buddhismus in Myanmar ist gemischt mit der animistischen Verehrung der Nats. Die Nats sind Geister, die einen gewissen Ort oder eine Person schützen. Das Wort stammt von ‚wet natha‘, das in Sanskrit ‚Beschützer‘ bedeutet. Der Mount Popa wird als die Hauptresidenz der 37 Nats angesehen. In vielen Tempel gibt es neben den Buddha-Statuen auch Statuen der Nats.

Außer Buddhisten gibt es in Myanmar auch Anhänger des Islam, des Hinduismus, des Animismus und des Christentums. 

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